Helfen Sie uns

Spendenkonto:

Empfänger: Tierschutzverein Fellini e. V. Sandra Schaub

IBAN: DE27 5209 0000 0014 1248 02

BIC: GENODE51KS1

Volksbank Kassel Göttingen eG

Canile – Italiens Tierhölle

Bella Italia! Das Land der Sehnsüchte, atemberaubend schöner Landschaft und verdammt gutem Essen. Ja, Italien kann einen schon ganz schön um den Finger wickeln. Zumindest solange, bis man auf die Schattenseiten aufmerksam wird. Im Süden gibt es die vielen Straßenhunde, die in einem erbärmlichen Zustand überall kauern. Auch tote Hunde gibt es überall zu sehen, am Strand, manche noch mit der Kette um den Hals. So ist es leider in fast allen Regionen Süditaliens und es bricht uns das Herz. Unsere Helferinnen vor Ort versorgen die Tiere mit Futter und Wasser, doch wissend, dass diese Hilfe lediglich ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.

Es gibt da in den Regionen große Hallen, aus denen unerträglicher Gestank dringt und klägliches Jaulen zu hören ist, Besucher sind auf dem Gelände nicht willkommen. Man wird ziemlich barsch aufgefordert weiter zu fahren. Lässt man nicht locker, bedrohen sie einen sogar, wie es fast täglich unsereren Tierschützern vor Ort ergeht.

Bei diesen Gebäude  handelt es sich um Canile. Dies sind Hundelager, in denen die Tiere bis zu ihrem Tod aufbewahrt werden.

Dazu ein paar Fakten:

Seit dem Jahr 1991 ist das Töten von Straßenhunden in Italien verboten.

Ebenso verboten ist das Aussetzen der Hunde und ein Verstoß wird mit einer Geldbuße oder Gefängnisstrafe geahndet.

Der Staat hat auch für die Straßenhunde eine Fürsorgepflicht und muss für eine Geburtenkontrolle Sorge tragen.

Klingt erst einmal ziemlich gut, nur zeigt die Realität, dass dieses Gesetz zwar auf dem Papier steht, mehr aber auch nicht. Im Gegenteil, gerade dieses Gesetz führt zu unerträglichem Leid, denn basierend darauf hat sich in Italien ein Tierheim-System etabliert, welches an Grausamkeit kaum zu übertreffen ist. Unternehmer, oftmals Mitglieder der Mafia haben aus der Not der Tiere ein Geschäft errichtet. Sie präsentieren sich als Tierheim, fangen Hunde ein, pferchen sie auf engsten Raum zusammen und erhalten dafür einen staatlich geförderten (also von der EU) Betrag pro Tier. In der Regel liegt dieser bei ca. 3 €  pro Tag. Nun rechne man aus, was diese Förderung für eine Summe ergibt, wenn zwischen 500 und 1000 Hunde im Canile gefangen gehalten werden und pro Tag pro Hund 3 € kassiert werden können. Ein ziemlich dickes Geschäft. Nun solle man glauben, die Hunde werden von dem Geld versorgt, bekommen Futter und werden medizinisch behandelt. Dem ist aber leider nicht so. Die meisten Tiere sind in einem todesnahen Zustand und werden geradeso am Leben gehalten, um die Einnahmen nicht zu reduzieren. Hündinnen mit Welpen, werden immer wieder zurück auf die Straße gebracht, damit das „Straßenhundeproblem“ sichtbar bleibt und die Canile somit „gebraucht“ werden.

Eine Vermittlung dieser Hunde wünschen die Betreiber dieser Canile nicht und Tierschützer müssen harte Kämpfe führen um zumindest ab und an einen Hund aus diesen Lagern freikaufen zu dürfen.

Ein Link an dieser Stelle – zwei Videos von einer italienischen Tierschützerin, die in einem Canile gedreht hat und das System sehr genau erklärt. (Deutscher Untertitel)

https://www.youtube.com/watch?v=FojnvaV_Ouc  

https://www.youtube.com/watch?v=_tb1pMF7K50

Natürlich gibt es in Italien auch ein paar Tierheime, die wirklich die Tiere schützen wollen. Leider sind diese gerade im Süden des Landes die Ausnahme.

All das Leid ist kaum zu ertragen und es nimmt kein Ende.

„Irgendwo in Apulien sah unsere Helferin in einer Ausfahrt ein leuchtend weißes Bündel unter einem Busch sitzen. Ohne weiter nachzudenken, sprang sie aus dem Auto, schnappte sich das kleine völlig abgemagerte Wesen und nahm es mit ins Auto. Ein paar hundert Meter weiter hielt sie auf einer Wiese. Dieses zartes Geschöpf in ihren Arm schmiegte sich an und wich ihr auch auf der Wiese nicht von der Seite. Sie war so dünn, dass man sie kaum fassen konnte, dass sie noch lebte. Sie machte sich nochmal auf dem Weg zur Fundstelle um nach dem Muttertier Ausschau zu halten. Sie wartete und wartete, aber nein, keine Mutter in Sicht. Auf dem Rückweg zum Auto stieg ihr ein extrem widerwärtiger Geruch in die Nase und als sie hinter einem Busch schaute, konnte sie die Tränen nicht zurückhalten. Dort lag sie wohl, mit ein paar Welpen und noch weiteren Hunden. Alle hatten Einschusslöcher und in direkter Nähe lagen Patronenhülsen. Dieses Bild wird sie nie wieder loslassen. Ihr war klar, dass sie die Kleine nicht dalassen konnten. In eins der Canile wollten sie sie aber auch nicht bringen. Also nahm sie die Kleine erst einmal mit nach Hause.“

Und so warten viele dieser armen Seelen auf ein eigenes Zuhause.

Bitte helfen Sie uns dabei.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner